Fachprogramm der STUSI 2026

Die STUSI 2026 bietet erneut ein vielseitiges Fachprogramm aus Vorträgen und Workshops. Unternehmen, Organisationen und wissenschaftliche Einrichtungen geben praxisnahe und forschungsorientierte Einblicke in aktuelle Themen der Sicherheitswissenschaften.

Thematisch reicht das Programm von Sicherheitstechnik, Risiko- und Krisenmanagement sowie operativem und präventivem Brandschutz über Arbeitsschutz bis hin zu datengetriebenen Methoden in der Gefahrenabwehr.

Die interaktiven Sessions bieten nicht nur fachlichen Input, sondern auch Raum für Fragen, Austausch und Networking – inklusive direktem Kontakt zu möglichen Praxispartnern, etwa für Projekte oder Abschlussarbeiten.

Auf diese Vorträge und Workshops könnt ihr euch freuen:

Vorläufiger Zeit- und Programmplan

Zeiten Freitag
Freitag, 15.05.2026: 10:30
– 11:30
Brandschutz im Fokus: Die Himmelstreppe des WDR-Filmhauses Köln – Ungewöhnliche Architektur als brandschutztechnische Herausforderung Großbrand im Wohnkomplex Grüne Mitte Essen – Untersuchung des Einflusses von Sturmtief Antonia auf den Brandverlauf mit Brandschutzingenieurmethoden Resilience: One Term, Many Definitions – What It Means Across Different Contexts (Englisch) Resilienz beginnt am Perimeter – Die Rolle videobasierter Sicherheitsarchitekturen im Schutz Kritischer Infrastruktur Blaulichtrouting in der Smart City – Wie offene Daten und intelligente Infrastruktur Einsatzfahrzeuge schneller machen und wie man das messen kann
Tim Söhnchen (Corall Ingenieure) Dipl.-Ing. Markus Kraft Prof. Dr. Alexander Fekete (TH Köln) Andreas Schmitz (Bundesverband für den Schutz Kritischer Infrastrukturen) David Ganske (Rescuetrack)
Freitag, 15.05.2026: 11:45
– 13:00
Krisenmanagement im Cyber-Raum – Die Herausforderungen hybrider Bedrohungen und einer volatilen Sicherheitslage Brandschutzingenieurwesen – Vom Schutzziel zur gebauten Lösung KI-gestützte Hochwasserrisikoanalyse und Frühwarnung: Methodik, Datenbasis und praktische Anwendungsmöglichkeiten Sonderlösungen in der Brandschutzplanung Forschung für die Lehre – oder Lehre für die Forschung? Rettungsingenieure und das IRG in Köln im Fokus
Sebastian B. (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) Dipl.-Ing. Christian Görtzen und Dr.-Ing. Benjamin Schröder (Görtzen Stolbrink & Partner) Dr. Julian Hofmann Christoph Vahlhaus (Gruner Deutschland) Niklas Tschäschke (TH Köln)
Freitag, 15.05.2026: 14:00
– 15:00
„Wo Sicherheit messbar wird“ – Praxiseinblicke eines VdS-Sachverständigen
Tobias Meisen und Joshua Voss (VDS Schadenverhütung, Sachverständiger und Personalreferent)
Der Koordinierungskreis – Interorganisationale Zusammenarbeit und Kommunikation auf Veranstaltungen
Magdalena Binder (Branddirektion München)
Der Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin – Was haben wir erfahren, was haben wir gelernt?
Dr. Rolf Erbe (Berlin)
Ist Sicherheit messbar? Bedarfsplanung in der Gefahrenabwehr verstehen und hinterfragen.
Dr.-Ing. Frederik Schütte und Ing. Noah Herschbach M. Sc. (antwortING Beratende Ingenieure)
Das Havariekommando: Führungsorganisation bei komplexen Schadenslagen auf Nord- und Ostsee
Dr. Benedikt Spangardt (Havariekommando)
Freitag, 15.05.2026: 15:15
– 16:30
Der letzte Mensch im Einsatz – Fiktion oder Realität?
Johannes Ufer (Lülf Sicherheitsberatung)


Zeiten Samstag
Samstag, 16.05.2026: 9:30
– 10:30
Frei Geoinformationssysteme zum Schutz kritischer Infrastrukturen – Ein Einstieg in GIS (Laptop wird benötigt)
Ana Maria Mager Pozo (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt)
Human Factors in der Gefahrenabwehr – Mentale Leistungsfähigkeit in Hochstresslagen Sicherheit beginnt bei dir – Health, Safety & Wellbeing für Führungskräfte von morgen
Magnus Magnusson (Dräger Safety)
Sicherheit im Kopf, nicht nur auf dem Papier – Wie Behavior Based Safety bei Amazon zur gelebten Kultur wird
Marcel Kunen (Amazon)
Krankenhausalarm- und -einsatzplanung praktikabel gestalten Stabsübung: Stabsarbeit praktisch erleben
Dr. Jörg Schmidt und Dr. Lennart Landsberg mit Team (TH Köln)
Bernhard Horst (Deutscher Verband für Human Factors in der Gefahrenabwehr) Jonas Steinwald (Dräger Safety)
Samstag, 16.05.2026: 10:45
– 11:45
Herausforderungen und Lösungsansätze für die Versorgung CBRN-kontaminierter Personen im gesundheitlichen Bevölkerungsschutz Organisation, Aufbau und Teilnahme an EU-Projekten anhand des Projektes Gextrecs Forschungsprojekt CELIDON-PRO: Lokalisierung von Atemschutzgeräteträgern im Innenangriff
Jürgen Schreiber (Deutsche Gesellschaft für Katastrophenmedizin) Ralf Heuberg und Stefan Becker (I.S.A.R. Germany, CEO und Emergency Medical Team Leader) Marvin Janßen (Institut der Feuerwehr NRW)
Samstag, 16.05.2026: 12:15
– 13:15
Sicherheit in der Feuerwehr – wenn klassische Methoden an ihre Grenzen kommen Zukunftsgerichtete Organisation des Rettungsdienstes – Welche Probleme gibt es aktuell, welche Lösungen gibt es? KRITIS im Fokus – Resilienz und Sicherheit in Zeiten geopolitischer Spannungen Workshop zur Zukunft der STUSI (Für alle, die eventuell die STUSI nächstes Jahr übernehmen wollen) Transportorganisation des Bundes und Zivile Notfallvorsorge in der Logistik Veranstaltungssicherheit in der Praxis – Sicherheitskonzepte bei Großveranstaltungen
Magnus Magnusson (Dräger Safety) Florian Breuer (Rheinisch Bergischer Kreis, ÄLRD) Peter Schramm (VdS Schadenverhütung, Geschäftsführer) Vorstand der STUSI 2026 Moritz Rüter (Bundesamt für Logistik und Mobilität) Magdalena Binder (Branddirektion München)

Vorträge

creator: gd jpeg v1.0 (using ijg jpeg v80), quality = 90

Sicherheit in der Feuerwehr – wenn klassische Methoden an ihre Grenzen kommen

Magnus Magnusson (Dräger)

Der Vortrag beleuchtet die besonderen Herausforderungen der Gefährdungsbeurteilung im Feuerwehrdienst. Neben der Einteilung typischer Gefährdungsbereiche werden Grenzen klassischer Arbeitsschutzmethoden im dynamischen Einsatzgeschehen aufgezeigt. Vorgestellt werden alternative Ansätze, die eine praxisnahe Risikobewertung auch unter Einsatzbedingungen ermöglichen. Zudem wird die Verbindung zur Industrie hergestellt und gezeigt, welche Methoden und Erfahrungen sich gegenseitig sinnvoll übertragen lassen.

Krisenmanagement im Cyber-Raum – Die Herausforderungen hybrider Bedrohungen und einer volatilen Sicherheitslage

Sebastian B. (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik)

krisenmanagement im cyber raum – die herausforderungen hybrider bedrohungen und einer volatilen sicherheitslage cut
resilienz beginnt am perimeter die rolle videobasierter sicherheitsarchitekturen im schutz kritischer infrastruktur cut

Resilienz beginnt am Perimeter - Die Rolle videobasierter Sicherheitsarchitekturen im Schutz Kritischer Infrastruktur

Andreas Schmitz (Bundesverband für den Schutz Kritischer Infrastrukturen e.V.)

Der Vortrag beleuchtet aus der Perspektive des Resilienzmanagements die Rolle videobasierter Sicherheitsarchitekturen beim Schutz Kritischer Infrastrukturen im Kontext zum Made-in-Germany-Gedanken.
Auf Grundlage praktischer Erfahrungen und methodischer Ansätze wird aufgezeigt, welchen Beitrag Videosicherheit entlang der Resilienzphasen Prävention, Detektion, Reaktion und Wiederanlauf leisten kann. 

Sonderlösungen in der Brandschutzplanung

Christoph Vahlhaus (Gruner Deutschland GmbH)

Wenn man im vorbeugenden Brandschutz mit klassischen, baurechtskonformen Lösungen an Grenzen stößt – insbesondere bei komplexen, innovativen oder großmaßstäblichen Bauvorhaben –, sind alternative Ansätze und projektspezifische Konzeptionen erforderlich.
Ziel dieses Vortrags ist es, einen Überblick über die Bandbreite solcher Sonderlösungen zu geben und deren Anwendung anhand ausgewählter Praxisbeispiele zu veranschaulichen. Vorgestellt werden unter anderem ein großflächiger Industriebau ohne klassische Brandwandunterteilung, ein Konzept zur Führung von Rettungswegen über mehrgeschossige offene Bereiche und Lufträume sowie Lösungen für Hochhausprojekte mit über 100 m Höhe, bei denen unter anderem Holzhybriddecken geplant und genehmigt sind.
Im Fokus steht dabei die Frage, wie die grundlegenden Schutzziele auch unter abweichenden Randbedingungen nachgewiesen werden können. Neben ingenieurtechnischen Nachweisen werden auch konzeptionelle Ansätze beleuchtet, die zeigen, wie durch integrale Planung und gezielte Kompensation ein gleichwertiges Sicherheitsniveau erreicht werden kann.

creator: gd jpeg v1.0 (using ijg jpeg v62), default quality
wdr filmhaus, appellhofplatz, köln 0040

Brandschutz im Fokus: Die Himmelstreppe des WDR-Filmhauses Köln - Ungewöhnliche Architektur als brandschutztechnische Herausforderung

Tim Söhnchen (Corall Ingenieure GmbH)

Das Havariekommando: Führungsorganisation bei komplexen Schadenslagen auf Nord- und Ostsee

Dr. Benedikt Spangardt (Havariekommando)

Bildquelle: Havariekommando
resilience one term many definitions cut

Resilience: One Term, Many Definitions – What It Means Across Different Contexts

Prof. Dr. Alexander Fekete (TH Köln)

Zukunftsgerichtete Organisation des Rettungsdienstes – Welche Probleme gibt es aktuell, welche Lösungen gibt es?

Florian Breuer - ÄLRD (Rheinisch Bergischer Kreis)

rettungsdienst der stadt köln anlegen der schutzausstattungen
ki gestützte hochwasserrisikoanalyse und frühwarnung cut

KI-gestützte Hochwasserrisikoanalyse und Frühwarnung: Methodik, Datenbasis und praktische Anwendungsmöglichkeiten

Dr. Julian Hofmann

Transportorganisation des Bundes und Zivile Notfallvorsorge in der Logistik

Moritz Rüter (Bundesamt für Logistik und Mobilität)

Das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) nimmt in der der Zivilen Notfallvorsorge Aufgaben nach dem Verkehrsleistungsgesetz (VerkLG) und Verkehrssicherstellungsgesetz (VerkSiG) zur Sicherstellung der Versorgung der Zivilbevölkerung, der Wirtschaft und der Streitkräfte mit lebens- und verteidigungswichtigen Transporten wahr. Aber was heißt das konkret? Dieser Vortrag wird einen Überblick über Aufgaben, Organisation und Reaktion in Krisen bieten.

balm cut
cbrn

Herausforderungen und Lösungsansätze für die Versorgung CBRN-kontaminierter Personen im gesundheitlichen Bevölkerungsschutz

Jürgen Schreiber (Deutsche Gesellschaft für KatastrophenMedizin e.V.)

CBRN-Einsatzlagen haben den Mythos, seltene Hochrisikolagen zu sein, in denen eine gesundheitliche Versorgung für exponierte und kontaminationsverdächtige Personen ausschließlich von Spezialkräften möglich ist. In der Tat aber geschehen CBRN-Lagen mit Exposition und Kontamination von Personen fast alltäglich bei unterschiedlichstem Ereignis und Gefahrstoffbeteiligungen. Vor Allem Menschenrettung und eine unverzügliche medizinische Versorgung von Patienten und Betroffenen sicherzustellen, um deren bestmögliches gesundheitliches Outcome zu ermöglichen. In dem Vortrag werden generelle Gefährdungen von CBRN-Lagen beschrieben und Grundsätze des generellen Einsatzablaufes und Handlungsrahmen und Möglichkeiten der strukturierten medizinischen Versorgung in den räumlichen Bereichen einer Einsatzstelle und im Zulauf in ein Krankenhaus anhand bestehender Regelwerke aufgezeigt

Brandschutzingenieurwesen – Vom Schutzziel zur gebauten Lösung

Dipl.-Ing. Christian Görtzen und Dr.-Ing. Benjamin Schröder (Görtzen Stolbrink & Partner mbB)

Brandschutzingenieure im Bauwesen beraten Architektinnen und Architekten, Bauherren und Behörden bei der Planung von erforderlichen Brandschutzmaßnahmen für Gebäude. Die Bandbreite der Problemstellungen wie auch die Größe der Bauvorhaben ist dabei unterschiedlich.
Die Bauordnungen der 16 Bundesländer unterscheiden sich zwar im Detail, es eint sie aber, dass sie in ihren präskriptiven Anforderungen die gleichen Schutzziele verfolgen. Neben der Ermöglichung von wirksamen Löscharbeiten sind dies natürlich die Verhinderung der Brandausbreitung und die Rettung von Menschen und Tieren. Es ist Aufgabe von Brandschutzingenieuren nachzuweisen, dass in konkreten Bauvorhaben diese Schutzziele durch die gewählten Lösungen erreicht werden.
Anhand von konkreten Beispielen aus dem beruflichen Alltag werden die Werkzeuge und Methoden hierzu aufgezeigt. Von einfachen Soll-Ist-Analysen bis hin zu komplexen Computer-Simulationen oder Brand- und Rauchversuchen wird die gesamte Bandbreite der ingenieurtechnischen Verfahren im Brandschutz aufgezeigt.

teaser bild vortrag görtzen ingenieure
isar cut

Organisation, Aufbau und Teilnahme an EU-Projekten anhand des Projektes Gextrecs

Ralf Heuberg - CEO, Stefan Becker - Emergency Medical Team Leader (I.S.A.R. Germany Stiftung gGmbH)

Großbrand im Wohnkomplex Grüne Mitte Essen - Untersuchung des Einflusses von Sturmtief Antonia auf den Brandverlauf mit Brandschutzingenieurmethoden

Dipl.-Ing. Markus Kraft

Der Vortrag beleuchtet einen realen Großbrand, seine bauordnungsrechtliche Einordnung sowie die Möglichkeiten einer simulationsgestützten Analyse des Ereignisses.
Auf dieser Grundlage wird aufgezeigt, wie numerische Simulationen zum Verständnis des Brandverlaufs beitragen und welche Erkenntnisse sich daraus für die Bewertung ähnlicher Schadensfälle und den vorbeugenden Brandschutz ableiten lassen.

sturmtief
free public domain cc0 photo.

KRITIS im Fokus – Resilienz und Sicherheit in Zeiten geopolitischer Spannungen

Peter Schramm, Geschäftsführer (VdS Schadenverhütung GmbH)

Im Vortrag gibt VdS zunächst einen Einblick in die verschiedenen Tätigkeitsbereiche des Unternehmens und seine Rolle im Kontext von Sicherheit und Schadenverhütung. Anschließend wird der inhaltliche Schwerpunkt auf das Thema KRITIS gelegt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Krisenfähigkeit von Unternehmen in Zeiten geopolitischer Spannungen oder Kriege sowie die Bedeutung einer resilienten, krisensicheren Infrastruktur für die Sicherheit der Gesellschaft.

Veranstaltungssicherheit in der Praxis - Sicherheitskonzepte bei Großveranstaltungen

Magdalena Binder (Branddirektion München)

Wann brauchen wir Sicherheitskonzepte bei Großveranstaltungen, was kennzeichnet gute Sicherheitskonzepte und was bewährt sich in der Praxis? Im Fokus stehen Anforderungen, typische Herausforderungen und praxisorientierte Strategien. Zudem wird der Umgang mit Sicherheitskonzepten aus Perspektive der Feuerwehr, aber auch aus Sicht der Veranstalter*innen thematisiert. Der Vortrag beleuchtet Veranstaltungssicherheit anhand spezifischer Herausforderungen für die Feuerwehr in allen Phasen von Veranstaltungen, wobei der Regelkreis Brandschutz als roter Faden dient.

großveranstaltungen cut
der letzte mensch im einsatz cut

Der letzte Mensch im Einsatz – Realität oder Fiktion?

Johannes Ufer, Lülf (Sicherheitsberatung GmbH)

Stellen wir uns eine Gefahrenabwehr vor, in der der Mensch nicht mehr zentraler Akteur ist. Alarmierung und Disposition erfolgen automatisiert, erste Lagebilder kommen aus der Luft. Informationen aus digitalen Meldewegen, öffentlichen Kommunikationsräumen und frei verfügbaren Datenquellen werden in Echtzeit zusammengeführt, verifiziert und strukturiert. Der Einsatz beginnt auf Basis dieser Informationen und wird gesteuert durch technische Systeme, ohne dass Menschen physisch Teil des Einsatzgeschehens sind.
Johannes Ufer entfaltet dieses Szenario als Gedankenexperiment auf Basis realer technischer Entwicklungen und praktischer Erfahrungen aus der Sicherheits- und Gefahrenabwehr. Er beschreibt, wie sich Rollen verschieben, wenn Systeme Erkundung, Bewertung und Priorisierung übernehmen. Aufgaben, die lange an die unmittelbare Wahrnehmung und Erfahrung von Einsatzkräften gebunden waren. Der Mensch ist dabei nicht mehr Teil des operativen Geschehens, sondern (wenn überhaupt) eine externe Instanz für Freigabe, Verantwortung und Legitimation.
Der Vortrag zeichnet ein Bild einer Gefahrenabwehr, in der Ersetzbarkeit kein Ausnahmefall mehr ist, sondern Teil des Systems. Er macht sichtbar, wie sich Sicherheit, Vertrauen und Entscheidungslogiken verändern, wenn menschliche Präsenz im Einsatz nicht mehr selbstverständlich notwendig ist – und lässt offen, ob eine Zukunft, in der es uns seltener braucht, am Ende wirklich schlechter sein muss.

Krankenhausalarm- und -einsatzplanung praktikabel gestalten

Jonas Steinwald (Dräger Safety AG & Co. KGaA)

krankenhaus einsatzplanung cut
rescuetrack

Blaulichtrouting in der Smart City – Wie offene Daten und intelligente Infrastruktur Einsatzfahrzeuge schneller machen und wie man das messen kann

David Ganske (Rescuetrack)

Forschung für die Lehre – oder Lehre für die Forschung? Rettungsingenieure und das IRG in Köln im Fokus

Niklas Tschäschke (TH Köln)

irg thkoeln
stress

Human Factors in der Gefahrenabwehr – Mentale Leistungsfähigkeit in Hochstresslagen

Bernhard Horst (Deutscher Verband für Human Factors in der Gefahrenabwehr)

Workshop zur Zukunft der STUSI (Für alle, die eventuell die STUSI nächstes Jahr übernehmen wollen)

Vorstand der STUSI 2026

stusi
celidon pro cut

Forschungsprojekt CELIDON-PRO: Lokalisierung von Atemschutzgeräteträgern im Innenangriff

Marvin Janßen (Institut der Feuerwehr NRW)

Workshops

sicherheit beginnt bei dir – health, safety & wellbeing für führungskräfte von morgen cut

Sicherheit beginnt bei dir – Health, Safety & Wellbeing für Führungskräfte von morgen

Magnus Magnusson (Dräger)

Der Workshop „Sicherheit beginnt bei dir – Health, Safety & Wellbeing für Führungskräfte“ vermittelt einen praxisnahen Einstieg in den sicherheitstechnischen Handlungszyklus – von der Erkennung von Handlungsanlässen bis zur wirksamen Umsetzung. Zum Schutz vor Aktionismus werden Ursachen analysiert und geeignete Maßnahmen systematisch priorisiert. Im Mittelpunkt stehen Ansätze, mit denen Führungskräfte Health, Safety & Wellbeing nachhaltig und kulturwirksam in ihrem Verantwortungsbereich verankern können. Der Workshop verbindet strukturierte Methoden z.B. Canvas mit konkreten Beispielen für die betriebliche Praxis.

Geoinformationssysteme zum Schutz kritischer Infrastrukturen – Ein Einstieg in GIS

Ana Maria Mager Pozo (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.)

Kritische Infrastrukturen sind für die Bevölkerung von essentieller Bedeutung. Dabei werden die Abhängigkeiten unter einzelnen kritischen Infrastrukturen immer vernetzter und komplexer. Nicht nur Schäden durch unmittelbare Gefahren können die Funktionalität von kritischen Infrastrukturen einschränken; insbesondere indirekte Schäden durch sogenannte Kaskadeneffekte gilt es frühzeitig zu erkennen, um geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Hier setzen Geoinformationssysteme (GIS) an, die es erlauben räumliche Daten miteinander in Beziehung zu setzen, um so neue Erkenntnisse zu gewinnen.
Der Workshop vermittelt grundlegende Kenntnisse im Umgang mit GIS und wie diese im Kontext des Katastrophenschutzes angewendet werden können. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer arbeiten an einer konkreten Aufgabe, die zeigt wie GIS für den Schutz kritischer Infrastrukturen eingesetzt werden kann.

geoinformationssysteme zum schutz kritischer infrastrukturen – ein einstieg in gis cut
der anschlag auf den weihnachtsmarkt in berlin

Der Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin – Was haben wir erfahren, was haben wir gelernt?

Dr. Rolf Erbe (Feuerwehr Berlin)

Bedrohungslagen sind heute allgegenwärtig. Wie bereiten wir uns darauf vor und wie sollte die Zusammenarbeit der BOS erfolgen? Der Workshop befasst sich mit den Erfahrungen und bietet einen Einblick in verschiedene Einsatzlagen sowie die richtige Einsatztaktik von Feuerwehr und Rettungsdienst.

Wo Sicherheit messbar wird – Praxiseinblicke eines VdS-Sachverständigen

Tobias Meisen, Joshua Voss (VdS Schadenverhütung GmbH)

Wenn man im vorbeugenden Brandschutz mit klassischen, baurechtskonformen Lösungen an Grenzen stößt – insbesondere bei komplexen, innovativen oder großmaßstäblichen Bauvorhaben –, sind alternative Ansätze und projektspezifische Konzeptionen erforderlich.
Ziel dieses Vortrags ist es, einen Überblick über die Bandbreite solcher Sonderlösungen zu geben und deren Anwendung anhand ausgewählter Praxisbeispiele zu veranschaulichen. Vorgestellt werden unter anderem ein großflächiger Industriebau ohne klassische Brandwandunterteilung, ein Konzept zur Führung von Rettungswegen über mehrgeschossige offene Bereiche und Lufträume sowie Lösungen für Hochhausprojekte mit über 100 m Höhe, bei denen unter anderem Holzhybriddecken geplant und genehmigt sind.
Im Fokus steht dabei die Frage, wie die grundlegenden Schutzziele auch unter abweichenden Randbedingungen nachgewiesen werden können. Neben ingenieurtechnischen Nachweisen werden auch konzeptionelle Ansätze beleuchtet, die zeigen, wie durch integrale Planung und gezielte Kompensation ein gleichwertiges Sicherheitsniveau erreicht werden kann.

wo sicherheit messbar wird
stabsuebung cut

Stabsübung: Stabsarbeit praktisch erleben

Dr. Jörg Schmidt, Dr. Lennart Landsberg + Team (TH Köln)

Die Stabsübung vermittelt einen praxisnahen Einblick in die grundlegenden Strukturen, Rollen und Abläufe der Stabsarbeit. Im Fokus steht dabei nicht die perfekte Anwendung formaler Prozesse, sondern das Kennenlernen arbeitsteiliger Zusammenarbeit in einer sich entwickelnden Lage. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erleben, wie Informationen zusammengeführt, Aufgaben abgestimmt und Entscheidungen in einer Gruppe vorbereitet und getroffen werden können – auch ohne große Vorerfahrung. So wird deutlich, dass Stabsarbeit keine Magie ist, sondern eine erlernbare und wirkungsvolle Form der Zusammenarbeit.

Ist Sicherheit messbar? Bedarfsplanung in der Gefahrenabwehr verstehen und hinterfragen.

Dr.-Ing. Frederik Schütte, Ing. Noah Herschbach M. Sc., (antwortING Beratende Ingenieure PartGmbB)

Bedarfsplanung bildet das Fundament für strategische Entscheidungen in den Bereichen Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Doch wie entsteht eine belastbare Planung und worauf kommt es methodisch an? Der Workshop beginnt mit einem praxisnahen Impulsvortrag zu Methodik und aktuellen Entwicklungen der Bedarfsplanung. Aufbauend darauf werden die Unterschiede zwischen Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz aufgezeigt. Auf dieser Grundlage diskutieren die Teilnehmenden anhand von Beispielen aus der Planungspraxis, welche Parameter für die Bemessung relevant sind. Welche Kenngrößen sind sinnvoll? Wo überschneiden sich Bemessungsparameter? Und wie können Schutzziele und begrenzte kommunale Ressourcen in Einklang gebracht werden? Die Teilnehmenden gewinnen ein Verständnis für die Bedeutung von Bedarfsplänen, lernen Herausforderungen und aktuelle Entwicklungen kennen und erhalten einen direkten Einblick in das Berufsfeld der Bedarfsplanung in der Gefahrenabwehr.

antworting bedarfsplanung cut
amazon cut

Sicherheit im Kopf, nicht nur auf dem Papier - Wie Behavior Based Safety bei Amazon zur gelebten Kultur wird

Marcel Kunen (Amazon)

Warum scheitern Sicherheitsunterweisungen, obwohl alle unterschrieben haben? Weil Compliance allein keine Kultur schafft. Amazon hat in Europa mit dem Patronus-Programm einen neuen Ansatz der Behavior Based Safety (BBS) etabliert – mit messbarem Erfolg: 20% weniger meldepflichtige Arbeitsunfälle und 22% weniger Gesamtvorfälle in der deutschen Region innerhalb eines Jahres.
Dieser Workshop verbindet Impulsvortrag, Praxisbeispiele und interaktive Fallarbeit. Teilnehmende analysieren reale Szenarien, wenden BBS-Methodik an und entwickeln eigene Lösungsansätze praxisnah, diskussionsorientiert und direkt auf den Berufsalltag in Sicherheitswissenschaften, Sicherheitstechnik und Risikomanagement übertragbar.

Der Koordinierungskreis – Interorganisationale Zusammenarbeit und Kommunikation auf Veranstaltungen Veranstaltungssicherheit meets Stabsarbeit?!

Magdalena Binder (Branddirektion München)

Der Koordinierungskreis ist das zentrale Gremium für die Sicherheit der Veranstaltung in der Durchführungsphase.

Der Workshop beginnt mit einem kurzen Input zu Aufbau und Rollen in Veranstaltungsstäben. Die Teilnehmenden haben anschließend die Möglichkeit, selbst in verschiedene Rollen des Koordinierungskreises zu schlüpfen. Dabei handelt es sich
weniger um eine typische Stabsrahmenübung – vielmehr sollen typische Herausforderungen der organisationsübergreifenden Zusammenarbeit anhand eines Fallbeispiels erlebbar gemacht werden. Im Anschluss werden Erfolgsfaktoren für wirksame Koordinierungskreise
analysiert und Lösungsstrategien erarbeitet.

zusammenarbeit großveranstaltungen provisorium cut
Nach oben scrollen