Fachprogramm der STUSI 2026
Die STUSI 2026 bietet erneut ein vielseitiges Fachprogramm aus Vorträgen und Workshops. Unternehmen, Organisationen und wissenschaftliche Einrichtungen geben praxisnahe und forschungsorientierte Einblicke in aktuelle Themen der Sicherheitswissenschaften.
Thematisch reicht das Programm von Sicherheitstechnik, Risiko- und Krisenmanagement sowie operativem und präventivem Brandschutz über Arbeitsschutz bis hin zu datengetriebenen Methoden in der Gefahrenabwehr.
Die interaktiven Sessions bieten nicht nur fachlichen Input, sondern auch Raum für Fragen, Austausch und Networking – inklusive direktem Kontakt zu möglichen Praxispartnern, etwa für Projekte oder Abschlussarbeiten.
Auf diese Vorträge und Workshops könnt ihr euch freuen:
(Die Auflistung ist nicht abschließend. Weitere Themen werden Stück für Stück ergänzt.)
Vorträge
Sicherheit in der Feuerwehr – wenn klassische Methoden an ihre Grenzen kommen
Magnus Magnusson, Dräger
Der Vortrag beleuchtet die besonderen Herausforderungen der Gefährdungsbeurteilung im Feuerwehrdienst. Neben der Einteilung typischer Gefährdungsbereiche werden Grenzen klassischer Arbeitsschutzmethoden im dynamischen Einsatzgeschehen aufgezeigt. Vorgestellt werden alternative Ansätze, die eine praxisnahe Risikobewertung auch unter Einsatzbedingungen ermöglichen. Zudem wird die Verbindung zur Industrie hergestellt und gezeigt, welche Methoden und Erfahrungen sich gegenseitig sinnvoll übertragen lassen.
Krisenmanagement im Cyber-Raum – Die Herausforderungen hybrider Bedrohungen und einer volatilen Sicherheitslage
Sebastian B., Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
Resilienz beginnt am Perimeter - Die Rolle videobasierter Sicherheitsarchitekturen im Schutz Kritischer Infrastruktur
Andreas Schmitz, Bundesverband für den Schutz Kritischer Infrastrukturen e.V. (BSKI)
Der Vortrag beleuchtet aus der Perspektive des Resilienzmanagements die Rolle videobasierter Sicherheitsarchitekturen beim Schutz Kritischer Infrastrukturen im Kontext zum Made-in-Germany-Gedanken.
Auf Grundlage praktischer Erfahrungen und methodischer Ansätze wird aufgezeigt, welchen Beitrag Videosicherheit entlang der Resilienzphasen Prävention, Detektion, Reaktion und Wiederanlauf leisten kann.
Sonderlösungen in der Brandschutzplanung
Christoph Vahlhaus, Gruner Deutschland GmbH
Wenn man im vorbeugenden Brandschutz mit klassischen, baurechtskonformen Lösungen an Grenzen stößt – insbesondere bei komplexen, innovativen oder großmaßstäblichen Bauvorhaben –, sind alternative Ansätze und projektspezifische Konzeptionen erforderlich.
Ziel dieses Vortrags ist es, einen Überblick über die Bandbreite solcher Sonderlösungen zu geben und deren Anwendung anhand ausgewählter Praxisbeispiele zu veranschaulichen. Vorgestellt werden unter anderem ein großflächiger Industriebau ohne klassische Brandwandunterteilung, ein Konzept zur Führung von Rettungswegen über mehrgeschossige offene Bereiche und Lufträume sowie Lösungen für Hochhausprojekte mit über 100 m Höhe, bei denen unter anderem Holzhybriddecken geplant und genehmigt sind.
Im Fokus steht dabei die Frage, wie die grundlegenden Schutzziele auch unter abweichenden Randbedingungen nachgewiesen werden können. Neben ingenieurtechnischen Nachweisen werden auch konzeptionelle Ansätze beleuchtet, die zeigen, wie durch integrale Planung und gezielte Kompensation ein gleichwertiges Sicherheitsniveau erreicht werden kann.
Brandschutz im Fokus: Die Himmelstreppe des WDR-Filmhauses Köln - Ungewöhnliche Architektur als brandschutztechnische Herausforderung
Tim Söhnchen, Corall Ingenieure GmbH
Das Havariekommando: Führungsorganisation bei komplexen Schadenslagen auf Nord- und Ostsee
Dr. Benedikt Spangardt, Havariekommando
Resilience: One Term, Many Definitions – What It Means Across Different Contexts
Prof. Dr. Alexander Fekete, TH Köln
Zukunftsgerichtete Organisation des Rettungsdienstes – Welche Probleme gibt es aktuell, welche Lösungen gibt es?
Florian Breuer, ÄLRD Rheinisch Bergischer Kreis
KI-gestützte Hochwasserrisikoanalyse und Frühwarnung: Methodik, Datenbasis und praktische Anwendungsmöglichkeiten
Dr. Julian Hofmann
Workshops
Sicherheit beginnt bei dir – Health, Safety & Wellbeing für Führungskräfte von morgen
Magnus Magnusson, Dräger
Der Workshop „Sicherheit beginnt bei dir – Health, Safety & Wellbeing für Führungskräfte“ vermittelt einen praxisnahen Einstieg in den sicherheitstechnischen Handlungszyklus – von der Erkennung von Handlungsanlässen bis zur wirksamen Umsetzung. Zum Schutz vor Aktionismus werden Ursachen analysiert und geeignete Maßnahmen systematisch priorisiert. Im Mittelpunkt stehen Ansätze, mit denen Führungskräfte Health, Safety & Wellbeing nachhaltig und kulturwirksam in ihrem Verantwortungsbereich verankern können. Der Workshop verbindet strukturierte Methoden z.B. Canvas mit konkreten Beispielen für die betriebliche Praxis.
Geoinformationssysteme zum Schutz kritischer Infrastrukturen – Ein Einstieg in GIS
Ana Maria Mager Pozo, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)
Der Workshop vermittelt einen praxisnahen Einstieg in den sicherheitstechnischen Handlungszyklus – von der Erkennung von Handlungsanlässen bis zur wirksamen Umsetzung. Zum Schutz vor Aktionismus werden Ursachen analysiert und geeignete Maßnahmen systematisch priorisiert. Im Mittelpunkt stehen Ansätze, mit denen Führungskräfte Health, Safety & Wellbeing nachhaltig und kulturwirksam in ihrem Verantwortungsbereich verankern können. Der Workshop verbindet strukturierte Methoden, z. B. Canvas, mit konkreten Beispielen für die betriebliche Praxis.
Der Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin – Was haben wir erfahren, was haben wir gelernt?
Dr. Rolf Erbe, Berlin
Bedrohungslagen sind heute allgegenwärtig. Wie bereiten wir uns darauf vor und wie sollte die Zusammenarbeit der BOS erfolgen? Der Workshop befasst sich mit den Erfahrungen und bietet einen Einblick in verschiedene Einsatzlagen sowie die richtige Einsatztaktik von Feuerwehr und Rettungsdienst.
Wo Sicherheit messbar wird – Praxiseinblicke eines VdS-Sachverständigen
Tobias Meisen und Joshua Voss, VdS Schadenverhütung GmbH
Wenn man im vorbeugenden Brandschutz mit klassischen, baurechtskonformen Lösungen an Grenzen stößt – insbesondere bei komplexen, innovativen oder großmaßstäblichen Bauvorhaben –, sind alternative Ansätze und projektspezifische Konzeptionen erforderlich.
Ziel dieses Vortrags ist es, einen Überblick über die Bandbreite solcher Sonderlösungen zu geben und deren Anwendung anhand ausgewählter Praxisbeispiele zu veranschaulichen. Vorgestellt werden unter anderem ein großflächiger Industriebau ohne klassische Brandwandunterteilung, ein Konzept zur Führung von Rettungswegen über mehrgeschossige offene Bereiche und Lufträume sowie Lösungen für Hochhausprojekte mit über 100 m Höhe, bei denen unter anderem Holzhybriddecken geplant und genehmigt sind.
Im Fokus steht dabei die Frage, wie die grundlegenden Schutzziele auch unter abweichenden Randbedingungen nachgewiesen werden können. Neben ingenieurtechnischen Nachweisen werden auch konzeptionelle Ansätze beleuchtet, die zeigen, wie durch integrale Planung und gezielte Kompensation ein gleichwertiges Sicherheitsniveau erreicht werden kann.